Beschreibung
Der harte blaue Himmel dieses Romans wölbt sich über einer Insel im Golf von Mexiko, die von Fischern bewohnt ist – originellem, kräftigem Volk, in dem sich der Lebensstil des amerikanischen Südens herbe und würdig mit dem alten französischen Erbe mischt. Zahllose Abschnitte, zwanglos, aber mit heimlicher Komposition ineinandergeschoben, erzählen von zahllosen Menschen, ihren Sehnsüchten, Leiden und Begierden – und immer wieder von ihrer Arbeit im subtropischen Revier der Inseln und Marschen. Viele Kinder leben auf der Insel – und wenn der Roman auch im besonderen der reizenden sechzehnjährigen Annie gilt und ihrem Ausbruch aus der Kinder- und Inselwelt, ihrem Aufbruch in fremde Lebenssphären und in die verlockende Stadt New Orleans; seit langem ist nicht mehr so reizvoll, so vernünftig, nüchtern und gleichzeitig so verzaubert von Kindern erzählt worden wie in diesem Roman. Schnaps, harte Arbeit, die großen, bösen Winde, der Prister, der zur Messe über das Wasser geholt werden muss, schaukelnde Bootchen, Jagd, Gefahr, die köstliche und die lästige, große Natur: so sollten Romane von einfachen Menschen immer sein, ganz weit entfernt von “Blut und Boden” und eben darum dem natürlichen Leben ganz nahe, durchsetzt mit graziösem, sehr unaufdringlichem Humor. (Christian Ferber in der “Welt am Sonntag”)




