Beschreibung
Was sich da unter einem lapidaren Titel verbirgt, ist nicht ein beliebiges Verhältnis, sondern eine liebe, in der sich gesellschaftliche Widersprüche zeigen, die es auch noch für die jüngere Generation gibt: Stephan, der schon vor seinem Studium einiges vom Leben erfuhr, der es nicht immer leichte hatte im kleinbürgerlichen-proletarisch en Elternhaus, trifft mit Sanna zusammen, dem Mädchen aus sogenannter wohlsituierter Familie, für die Dinge und Anschauungen noch unklar, ja austauschbar sind. Dass sich hier zwei in ihrer Weltsuche Fragen stellen, die dem anderen unbequem sind, weil sie ihm Anstrengung abfordern und ihm seine Grenzen zeigen, lässt ihre Liebe zeitweilig scheitern. Und wo sie neuen Wirklichkeitsbereichen – an der Universität, während des Praktikums, an künftigen Arbeitsplätzen, während einer Polenreise, in politischen Fragen – unvorbereitet gegenüber stehen, vermögen sie sich nur ungenügend zu helfen, sind sie einander nicht immer vollgültige Partner. Die oftmals von Komplikationen nicht freien Beziehungen junger Menschen weiß Ernst Wenig mit großer Sachkenntnis und Engagement zu beschreiben. Das Buch zeigt, dass sich jede Generation ihr Bild von der Zeit neu erobern muss.




