Beschreibung
Wenn wir alle Engel wären: Der Kanzleivorsteher Christian Kempenich, mit Zwicker und Bärtchen der Inbegriff für Würde und Ordnung, ist in der sündigen Weltstadt Köln auf Abwege geraten und kann sich beim besten Willen nicht mehr an seine nächtlichen Eskapaden erinnern. Das ist peinlich; aber auch die ehr- u. tugendsame Gattin war in der bewussten Nacht nicht im heimischen Bett, eine Tatsache, die Anlass zu unliebsamen Fragen gibt. Die Gewissenserforschung d. Maestro Faletti, des umschwärmten Gesangslehrers d. Honoratiorendamen, könnte in diesem Zusammenhang allerdings interessante Antworten liefern . Wenn wir alle Engel wären, dann wäre diese heitere Geschichte wohl nie geschrieben worden und hätte nicht schon Millionen Leser durch ihren treffenden Humor erfreut. Und »wenn die Welt nur aus Tugend bestünde, dann hätten die Zeitungen nichts zu schreiben, die Zungen nichts zu reden . und man stürbe vor Langeweile. Es ist erwünscht, dass jeder einmal über die Stränge schlägt, natürlich in allen Ehren, und soweit Platz vorhanden. So ist die Welt lustig, und es lässt sich darin leben.




